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Jul 03

Viagra ohne Rezept

Viagra ist ein Medikament mit dem Wirkstoff Sildenafil, das von dem US-amerikanischen Unternehmen Pfizer auf den Markt gebracht wurde. Es wird zur Behandlung von Erektionsstörungen beim Mann genutzt. Viagra ohne Rezept kann bei Dokteronline gekauft werden.

Der Wirkstoff Sildenafil

Sildenafil ist ein sogenannter PDE-5-Hemmer. Diese Phosphodiesterase-V-Hemmer hemmen ein bestimmtes Enzym, das zyklisches Guanosinmonophosphat abbaut. Bei Einnahme von Viagra erhöht sich also der Spiegel des zyklischen Guanosinmonophosphats innerhalb der Zellen. Guanosinmonophosphat ist ein Botenstoff, der dafür sorgt, dass Signale von einer Zelle zur nächsten Zelle übertragen werden. Gleichzeitig sorgt der Wirkstoff Sildenafil dafür, dass in den Zellen des Penisschwellkörpers vermehrt Stickstoffmonoxid freigesetzt wird. Infolge dieser Freisetzung wird vermehrt zyklisches Guanosinmonophosphat ausgeschüttet. Durch Sildenafil wird also zum einen mehr Guanosinmonophosphat ausgeschüttet und zum anderen wird weniger dieser Substanz abgebaut. Das Enzym löst im Schwellkörper eine leichte Muskelentspannung aus. Der Gefäßquerschnitt der Penisgefäße vergrößert sich, sodass mehr Blut einströmen kann. Dadurch richtet sich der Penis auf und es entsteht eine Erektion. Ohne eine sexuelle Stimulierung ruft Sildenafil aber keine Erektion hervor. Der Wirkstoff sorgt lediglich für erhöhte Guanosinmonophosphatspiegel bei normaler sexueller Stimulation.

Anwendungsgebiete von Viagra
Haupteinsatzgebiet von Viagra sind erektile Dysfunktionen (ED). Erektile Dysfunktionen werden auch Erektionsstörungen genannt. Im Volksmund werden die Potenzstörungen auch gerne als Impotenz bezeichnet. Männer mit erektilen Dysfunktionen können auch über einen längeren Zeitraum und bei mehreren Versuchen keine ausreichende Erektion des Penis hervorrufen. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Potenzstörungen spielen Ängste. Im Vordergrund steht meist die Angst, sexuell zu versagen und die Partnerin nicht ausreichend zu befriedigen. Aber die erektile Dysfunktion kann auch organische Ursachen wie Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit haben.
Viagra wird in Dosen von 25 Milligramm, 50 Milligramm oder 100 Milligramm oral verabreicht. In einer Studie bewirkte Viagra in Dosen von bis zu 100 Milligramm bei mehr als 60 Prozent der männlichen Patienten eine Erektion des Penis. Diese konnte während der gesamten Dauer des Geschlechtsverkehrs aufrechterhalten werden. In der Placebogruppe gelang dies lediglich 22 Prozent der Studienteilnehmer.
Mittlerweile hat sich für Viagra auch ein großer Schwarzmarkt etabliert. Dem Medikament wird nachgesagt, dass es die Libido steigern oder eine erhöhte Erektionsqualität bedingen kann. Studien zeigen jedoch, dass der Wirkstoff Sildenafil beim Gesunden keine nennenswerte Wirkung zeigt. Die Erholungszeit nach einem Samenerguss wird allerdings verkürzt, sodass eine erneute Ejakulation schneller stattfinden kann.

Kontraindikationen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Viagra darf nicht gleichzeitig mit nitrathaltigen Arzneimitteln eingenommen werden. Auch die gemeinsame Einnahme mit Stickstoffmonoxid-Donatoren ist kontraindiziert. Die Arzneistoffe wirken sich alle auf den Blutdruck aus, sodass bei einer kombinierten Einnahme ein lebensbedrohlicher Blutdruckabfall droht.
Auch Patienten mit Koronarer Herzkrankheit sollten Viagra mit Bedacht einsetzen. Zu langer Geschlechtsverkehr kann für diese Patienten ein Risiko bedeuten.
Wechselwirkungen bestehen mit verschiedenen Antibiotika, Mitteln gegen Pilzerkrankungen, Antihistaminika und mit HIV-Proteaseinhibitoren.

Mögliche Nebenwirkungen

Bei zehn Prozent aller Patienten kommt es unter der Einnahme von Viagra zu Kopfschmerzen und Gesichtsrötung. Auch Magenbeschwerden treten recht häufig auf. Seltener entwickeln die Patienten einen Schnupfen. Einige Patienten klagen über pathologische visuelle Wahrnehmungen. Sie sehen beispielsweise blaue Schleier in ihrem Blickfeld oder sind lichtempfindlicher als normal. Das Reaktionsvermögen kann herabgesetzt sein. Ebenso können Schwindelgefühle, Rückenschmerzen oder Muskelschmerzen auftreten. Auch das Phänomen des Priapismus wurde beobachtet. Als Priapismus wird eine schmerzhafte Dauererektion des Penis bezeichnet. Die Erektion hält länger als zwei Stunden an und kann unbehandelt zu Potenzstörungen führen. Die Priapismuserektion ist nicht mit Lustgefühlen verbunden. Wenn die Dauererektion nicht behandelt wird, bildet sie sich erst nach zwei bis drei Wochen zurück. Zu diesem Zeitpunkt sind allerdings schon bleibende Schäden entstanden. Bei einigen Patienten nehmen die Sehnerven durch Viagra Schäden. Es kommt zu einem akuten Verschluss von Blutgefäßen, die die Sehnerven versorgen. Die Betroffenen bemerken einen plötzlichen Verlust der Sehschärfe auf einem Auge. Eventuell erblinden die betroffenen Personen sogar. Auch über plötzlich auftretende Hörstörungen wird in Studien berichtet.
Immer wieder geriet Viagra aufgrund von Todesfällen in die Medien. Den meisten Todesfällen lag allerdings eine Nichtbeachtung der Kontraindikationen zugrunde.

Hersteller und Generika
Der Wirkstoff Sildenafil war bis 2013 in Deutschland patentrechtlich geschützt. Er wurde ausschließlich von der Firma Pfizer zu Viagra verarbeitet. Bis 2013 wurden weltweit mehr als 35 Millionen Männern Viagra verschrieben. Mittlerweile sind verschiedene Generika auf dem Markt. Darunter sind Generika von Hexal, Ratiopharm oder von Pfizer selbst.

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